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Kamine ohne Schornstein
Ohne Schadstoffe gesunde Wärme
In deutschen Wohnzimmern gibt es oft mehr Feinstaub als im Freien, so die alarmierenden Ergebnisse einer Untersuchung der Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik (GUI).
In jeder dritten untersuchten Wohnung herrschte dicke Luft und die Feinstaub-Belastung war deutlich zu hoch.
Annähernd belastete Werte, wie hier gefunden wurden, gibt es im Freien normalerweise nur an wenigen Tagen im Jahr.
In Sachen Feinstaub sind neben Zigarettenrauch vor allem Kerzen und herkömmliche Kaminfeuer problematisch. Denn ihre winzigen krebserregenden Verbrennungsrückstände werden durch die Staubpartikel sozusagen huckepack ins Körperinnere transportiert und schädigen dort die Zellen.
Wer dennoch nicht auf ein anheimelndes, wärmendes Kaminfeuer verzichten möchte, kann aus einem großen Modellangebot der neuen "Kamine ohne Schornstein" auswählen. Diese "Kaminwunder" erzeugen ein echtes, wärmendes Feuer.
Die "Öfen" und "Kamine" mit täuschend echten Holznachbildungen, angefertigt in ansprechenden Sandsteinoberflächen, Marmor, Edelstahl, im klassischen oder rustikalen Stil brauchen aber keinen Kaminzug und geben auch keine schädlichen Rauchgase ab.
Hamburg – Das Umweltbundesamt (UBA) will den Feinstaub-Ausstoß aus kleineren Öfen und Kaminen drastisch senken. Betroffen wären
14 Millionen Besitzer von Kaminen in Deutschland, schreibt die „Bild am Sonntag“. Bislang müssen nur Öfen ab 15 Kilowatt Wärmeleistung auf Feinstaub und das giftige Kohlenmonoxid überprüft werden.
„Ziel ist es, die Kontrolle auch auf kleine Anlagen ab vier Kilowatt Wärmeleistung auszuweiten“, zitierte das Blatt den UBA-Energie-Experten Bernd Krause. Dafür werde die Bundesimmissionsschutzverordnung überarbeitet.
Dem Bericht zufolge sollen die niedrigen Werte für neue Anlagen bereits ab Herbst gelten.
Für ältere Kamine sei eine zehnjährige Übergangsfrist geplant, dann drohe die Stilllegung.
Für die Änderung der entsprechenden Verordnung ist die Bundesregierung zuständig.
Nach Auffassung des Bundesamtes ist Feinstaub auch aus kleineren Öfen ein Problem, weil er in Wohngebieten und nahe am Boden in die Luft geblasen wird. Die winzigen Partikel können etwa Husten auslösen und Asthma verschlimmern. Zudem belasten sie das Herz-Kreislauf-System. Außerdem steht Feinstaub im Verdacht, krebserregend zu sein. (AP)
Aktuelle Meldungen vom Umweltbundesamt (25.11.2007)